Performance | BY PROXY

BY PROXY ist ein KünstlerInnen-Duo im Bereich Performance/Theater. Wir nutzen dabei einen weiten Begriff von Performance, der für uns auch Interventionen im öffentlichen Raum (Paste-ups, Mikrointerventionen) umfasst.
Hier findet ihr eine kurze Übersicht über unsere Arbeiten.

Tragen (2026)
In Tragen haben wir uns mit zwei weiteren Performerinnen (Heidi Emmenegger, Alex Stauch) zusammengetan, um als Gruppe zwanzigdreißigvierzigfünfzigplus das schillernde Konzept Verantwortung zu untersuchen. Zentrales Element der Arbeit war ein ca. vier Meter langer Dachbalken, der über die gesamte Aufführung getragen wurde - von uns, von Einzelnen, vom Publikum.
Wir haben uns gefragt: Wo verknüpfen wir individuelle und gesellschaftliche Verantwortung, wie übersetzen sich die großen Fragen in kleine, alltägliche Gesten, und wie schmeckt Verantwortung überhaupt?

Unter Freunden (2026; work in progress)

In der Soziologie spricht man schon länger von einer friendship recession, in der Medizin von einer loneliness epidemic. In einer Welt, in der wir eigentlich immer mehr miteinander venetzt sind, immer mehr digital interagieren können, scheint Einsamkeit dennoch - oder: gerade deshalb - um sich zu greifen.
Unter Freunden ist ein Abend, der sich dem Thema Freundschaft mit spielerischer Neugier nähert und das Knüpfen, Pflegen und Befragen von Beziehungen in den Mittelpunkt stellt: Sind wir als Erwachsene zu höflich, um Freundschaften zu knüpfen? Welche Bedeutung haben Schulfreundschaften im Berufsleben, und wie wichtig sind Freunschaften im Alter?

In der Schwebe (2025 -)

In der Schwebe ist eine Serie von Mikrointerventionen im öffentlichen Raum. Zentrales Material sind simple, knallrote Schaukeln, die wir für einen bestimmten Zeitraum im öffentlichen Raum platzieren. Die Orte sind schwer oder nicht zugänglich, die Schaukel wirkt also unmittelbar deplatziert.
Mit diesen Installationen möchten wir spielerisch die Fragen aufwerfen, auf die Interventionen im öffentlichen Raum fast immer zielen: Wem gehört der öffentliche Raum? Wie darf er von wem genutzt werden? Die Schaukel ist für uns dabei nicht nur Symbol für kindliches Spiel, sondern als schwebende Installation für uns auch ein Sinnbild des Flüchtigen und Zufälligen.